David Pisot: Vom Dauerbrenner zum Ersatzmann?

In der vergangenen Saison hat er keine einzige Minute auf dem Platz der dritten Liga verpasst. 3600 Spielminuten absolvierte David Pisot (Foto: Flohre Fotografie) für den VfL und steuerte zudem drei Treffer auf das Torkonto bei. Gutes Stellungsspiel, Kopfballstärke und eine geringe Fehlerquote waren seine Attribute. Oftmals erwies der 26-Jährige Innenverteidiger sich als Fels in der Brandung, wenn es in der Defensive mal hektischer zuging. In der Öffentlichkeit entnimmt man ihm einen ruhigen Eindruck, er strahlt Gelassenheit aus.

Doch wenn es drauf ankam war er zumeist hochkonzentriert zur Stelle und war zum Großteil für die viertbeste Abwehrreihe der Liga (35 Gegentore) verantwortlich. Den Medien gegenüber präsentierte er sich stets offen, seine Spielanalysen klangen plausibel und fair. Der gebürtige Karlsruher scheint perfekt in das zusammengebastelte Mannschaftsgefüge zu passen. Mit nur neun Nominierungen für die Startelf fällt die bisherige Einsatzzeit jedoch geringer aus als in der letzten Spielzeit. Zudem setzte ihn Trainer Maik Walpurgis anstatt im Zentrum der Defensive in den häufigsten Fällen auf der Rechtsverteidigerposition ein. In den Begegnungen bei Holstein Kiel und gegen Elversberg wunderten sich nicht wenige Fans, warum der 1,86 große Abwehrmann nicht auf der Anzeigetafel der ersten Elf wieder zu finden war. Stattdessen durfte sich zuletzt Timo Kunert präsentieren, der sich aufgrund guter Trainingsleistungen die Chance erarbeitet hatte.

Mehr Stabilität und Sicherheit konnte allerdings durch die überraschenden Umstellungen nicht hergestellt werden, weshalb  die Fragezeichen um David Pisot in diesen Tagen zunehmen. In der ,,Neuen Osnabrücker Zeitung“ war am 28. Oktober zu lesen, dass die Beweggründe für die Personalentscheidung laut Walpurgis nicht über die Medien verbreitet werden müsse. Eine riskante Aussage, die einiges an Spielraum für Diskussionen und Gerüchte lässt. Einen glücklichen Eindruck hinterlässt die Materie sicherlich nicht. Pisots Vertrag läuft am Saisonende zusammen mit der Mehrheit der Spielerkontrakte aus. Letztendlich ist es eine Entscheidung des Trainers, die er aus Trainingseindrücken und eigenem Empfinden zum Wohl seiner Mannschaft trifft. Doch manchmal sollte man schauen, ob Altbewährtes nicht die zielführendere Lösung ist, denn ein Übermaß an Rotation kann auch zu Inkonstanz führen.

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Ein Kommentar zu “David Pisot: Vom Dauerbrenner zum Ersatzmann?

  1. Na ja, ich bin für Pisot. Aber ist das einen Artikel wert? Ich war auch für Heskamp, für Jursch, für Linz, für Marmon, für Wollitz, für Gans. Für Hohnstedt, für Beermann, für Kampl, für Wessels, für Lindemann. – Tja, eigentlich ohne Worte.

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